Hausstellen

27.- 29. September 2019

  • Maria Anwander
  • Gabriel Blétel
  • Dachroth + Jeschonnek
  • Olafur Eliasson
  • Tom Früchtl
  • Miriam Jonas
  • Lajos Kassák
  • Caroline Kryzecki
  • Florian Lechner
  • Inge Mahn
  • Manfred Mohr
  • Vera Molnár
  • Pätzug / Hertweck
  • Sophia Pompéry
  • Sinta Werner
  • Lena von Goedeke

Physikalisch ist eine Fata Morgana als Luftspiegelung leicht erklärbar. Metaphorisch steht sie für Sinnestäuschung und bildet das Thema des diesjährigen Ortstermins, an dem rund 80 Ateliers und Ausstellungsräume Berlin-Moabits teilnehmen. „Die Fata Morgana bringt optische Zerrbilder der Realität oder gar Halluzinationen hervor. Als Vision unerreichbarer Orte scheint sie mit der Sehnsucht nach einer anderen Wirklichkeit verbunden zu sein, aber auch mit – womöglich nicht einlösbaren – Versprechungen. Das optische Flimmern könnte aber durchaus auch Visionen hervorbringen, die uns kein Trugbild vorgaukeln, sondern utopisches Potential in sich bergen“, so schreiben die Organisatoren des Moabiter Kunstfestivals.

Im Rahmen dieses Programmes wird die Künstlerin Sophia Pompéry ihr „Haus stellen“, um feinsinnige, doppelbödige Arbeiten zu zeigen, die ihren Ausgangspunkt in naturwissenschaftlichen Phänomenen finden. Die 16 teilnehmenden Künstler*Innen beschäftigen sich in ihren Malereien, Installationen, Papierarbeiten, Objekten und Fotographien eingehend mit Wahrnehmungsfragen. Subtil und scharfsinnig schlagen sie in ihren minimalistischen und schwerelos wirkenden Arbeiten eine Brücke zwischen Kunst, Philosophie und Physik.

Zusammen mit Alltagsgegenständen einer Wohnung verdichtet sich die Ausstellung zu einer Gesamtinszenierung: zum einen geht es darum die einzelnen Werke für sich gelten zu lassen, zum anderen sie in spannungsvolle Dialoge untereinander zu bringen, sie nach einer bestimmten Ordnung zu sortieren oder sie mit Alltagsgegenständen zu kombinieren.

Das Zusammenspiel von Luft und Licht, das zu einer Fata Morgana führt, verleitet uns zu einem Perspektivenwechsel, schafft Bewegungen und Spiegelungen, wie auch Brechungen in Raum und Zeit. Ist unsere Sehnsucht nach dem Authentischen eine Falle? Und wie wirkt sich das auf unsere Wahrnehmung und unseren Erkenntnisgewinn aus? Die ausgestellten Werke sind eigenständige Räume die nebeneinander bestehen und sich im Laufe der Ausstellung zueinander in Beziehung setzen. „Hausstellen“ täuscht eine Wohnsituation vor, bleibt aber der flüchtige Moment einer trügerischen Privatheit.

Pompéry Privat
Bredowstr. 35a
10551 Berlin-Moabit
post@sophiapompery.de

Besuchszeiten
Freitag, den 27.9, Vernissage 18-22h
Samstag, den 28.9, 15-18h
Sonntag, den 29.9, 15-20h

Führungen werden zur halben Stunde (15:30, 16:30, usw.) angeboten.

Weitere Orte im Rahmen des Kunstfestivals Moabit:https://ortstermin.kunstverein-tiergarten.de